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Zusammen mit dem NABU die Tiere der Nacht beobachten

MMausohr_fliegend_Eberhard_Menzausohren, Hufeisennasen oder Abendsegler: Fledermäuse haben nicht nur schöne Namen, sondern faszinieren auch mit ihren Flugkünsten. Wer mehr über die bedrohten Tiere der Nacht erfahren will, sollte die Termine rund um die „Batnight 2013“ am 24. und 25. August nutzen. Die jährlich stattfindende Internationale Fledermausnacht wird vom Europäischen Büro für Fledermausschutz EUROBATS veranstaltet und in Hamburg vom NABU organisiert.

„Im Spätsommer, etwa ab Ende August, suchen die meisten Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz bieten. Daher kann man die Tiere an bestimmten Stellen besonders gut beobachten“, sagt Krzysztof Wesolowski, Biologe beim NABU Hamburg. Von den in Deutschland ansässigen 25 Fledermausarten sind immerhin 14 in der Hansestadt anzutreffen. Bei zahlreichen Führungen werden vielfältige Einblicke in die Welt der fliegenden Säugetiere geboten. Ausgerüstet mit einem Bat-Detektor geht es los. Dieser wandelt die Ultraschall-Echoortung der Fledermäuse in Laute um, die das menschliche Ohr wahrnehmen kann. Anhand dieser Rufe lassen sich unterschiedliche Arten bestimmen.

Durch die „Batnight 2013“ soll auf die Bedrohung der Fledermäuse aufmerksam gemacht werden. Fast alle heimischen Arten stehen auf der roten Liste, keine andere Säugetiergruppe ist in Deutschland mehr gefährdet. Grund dafür ist vor allem der Wegfall geeigneter Lebensräume: Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend. Um die Tiere durch die Sanierung von Gebäuden und anderen baulichen Maßnahmen vor dem Verlust ihrer Lebensräume zu schützen, sollten Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die energetische Modernisierung von Fassaden und Dächern verloren gehen, sollten durch künstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle ersetzt werden. So schreibt es auch das Bundesnaturschutzgesetz vor.

Ebenfalls problematisch sind intensive Landwirtschaft sowie der Einsatz von Insektenbekämpfungsmitteln. Denn weniger Insekten bedeuten gleichzeitig weniger Nahrungsangebot für Fledermäuse.

Der NABU Hamburg bietet vom 22. bis 29. August verschiedene Führungen in die Welt der Fledermäuse an, auf denen auch praktische Ratschläge zum Schutz der Tiere gegeben werden:

Donnerstag, 22.08.2013, 19:00 Uhr: Paddeln und Fledermäuse erleben. Nach einer kurzen Einführung über Fledermäuse und in die Paddeltechnik geht es auf die Hamburger Kanäle, wo Fledermäuse vom Wasser aus gesucht und bestimmt werden.

Freitag, 23.08.2013, 19:30 Uhr: Nacht der Fledermäuse im Duvenstedter Brook. Kurzvortrag und anschließende Führung mit dem Batdetektor.

Freitag, 23.08.2013, 19:45 Uhr: Fledermausführung am Bramfelder See. Führung unter der Leitung der NABU-Gruppe Bramfeld / Ohlsdorf / Barmbek.

Samstag, 24.08.2013, 19:45 Uhr: Fledermausführung an der Wandse. Unterwegs mit der NABU-Gruppe Wandsbek.

Samstag, 24.08.2013, 20:30 Uhr: Fledermausführung am Thielenburger See. Mit dem Bat-Detektor auf den Spuren der heimlichen Nachtjäger.

Donnerstag, 29.08.2013, 19:00 Uhr: Paddeln und Fledermäuse erleben. Nach einer kurzen Einführung über Fledermäuse und in die Paddeltechnik geht es auf die Hamburger Kanäle, wo Fledermäuse vom Wasser aus gesucht und bestimmt werden.

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