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Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland

Delegation der Russlanddeutschen  Oktober 1988 in Moskau „Wurzeln schlagen und die Gesellschaft stärken“ – das ist der Leitgedanke der Wanderausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“, die vom 3. bis 27. September 2013 im Bezirksamt Wandsbek präsentiert wird.

Die Wanderausstellung ist Teil eines bundesweiten Integrationsprojektes der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., gefördert vom Bundesministerium des Innern und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Am 28. Januar 2012 lebten 29.454 Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg, deren Bezugsland die Russische Föderation ist (Quelle: Statistikamt Nord). Damit stellt das Land hinter der Türkei und Polen die drittstärkste Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund in Hamburg. Allein in Wandsbek kommen 15,1 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund aus Russland und weiteren Staaten der ehemaligen Sowjetunion (Quelle: Statistikamt Nord). Daher unterstützt das Bezirksamt Wandsbek die Ausstellung, die Akzeptanz und Verständnis zwischen Spätaussiedlern und Deutschen schaffen und gegenseitige Vorurteile ausräumen möchte.

Anhand von Schautafeln werden das wechselvolle Schicksal, die Historie und die kulturellen Verknüpfungen der Russlanddeutschen mit dem riesigen Land Russland illustriert: Vor genau 250 Jahren rief Zarin Katharina die Große mit einem Einladungsmanifest deutsche Fachleute in das russische Reich. Die heimisch gewordenen und seit fast 200 Jahren hoch geachteten Russlanddeutschen mussten jedoch nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Jahr 1941 dort einen leidvollen und schweren Weg antreten. Zehntausende Russlanddeutsche verloren ihr Leben durch Deportation, Verschleppung und Ermordung, weil der sowjetische Diktator Stalin sie der Kollaboration mit Hitler-Deutschland verdächtigte. Seit 1950 konnten rund 2,8 Millionen Auslandsdeutsche aus der ehem. UdSSR nach Deutschland zurückkehren. Hunderttausende kamen in den 1990er Jahren zurück in das Land ihrer Vorfahren, das für sie als Synonym für Hoffnung und Gerechtigkeit stand – Deutschland.

Die Ausstellung dokumentiert auch, wie die russlanddeutschen Rückkehrer unter oftmals schwierigen Bedingungen in Deutschland wieder Fuß fassten, ihre Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft geschafft haben und wie die Deutschen aus Russland das Land in vielfacher Weise heute mitgestalten.  Vertreter der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. bieten Führungen durch die Ausstellung an. Rückfragen und Anmeldungen an: Jakob Fischer, Tel. 0171 – 40 34 329, Email: fischer.russlanddeutsche@t-online.de ,Josef Schleicher, Tel. 0176 – 29 47 73 53, Email: schleicher@rikon.com .

Foto: Delegation der Russlanddeutschen Oktober 1988 in Moskau. Die Ausstellung ist vom 3. bis 27. September 2013 montags bis donnerstags von 8.30 bis 16.00 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 14.00 Uhr für Besucher geöffnet.

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