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Stadtbahntrasse in Steilshoop darf nicht verbaut werden

Um auf der Metrobuslinie 7 zwischen Borchertring und dem US-Bahnhof Barmbek eine Fahrzeitverkürzung von vier Minuten zu erzielen, plant der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) eine umfassende Neuordnung der Gründgensstraße in Steilshoop. So sollen drei Kreisverkehre die Ampelkreuzungen Gründgensstraße/Ruwoldtweg/Flitz-Flinte-Ring, Gründgensstraße/Alfred-Mahlau-Weg/Gropiusring und Gründgensstraße/Gustav-Seitz-Weg ersetzen. Außerdem plant der LSBG den Rückbau der Fahrradwege zu Gunsten von Fahrradschutzstreifen und den Umbau aller Bushaltestellen zu Haltestellen am Fahrbahnrand.

Die Wandsbeker GRÜNEN betrachten dieses Vorhaben mit einiger Skepsis. Zwar besteht Einigkeit darüber, dass eine bessere Verkehrsanbindung von Steilshoop an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unerlässlich ist, die Busbeschleunigung kann dafür aus grüner Sicht aber nur eine Zwischenlösung sein. „Das Verkehrsmittel der Zukunft ist die Stadtbahn!“, betont Joachim Nack, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bezirksfraktion Wandsbek. „Bei der anstehenden Neustrukturierung der Gründgensstraße muss also zwingend darauf geachtet werden, dass die geplante Stadtbahntrasse nicht verbaut wird. Wir befürchten, dass diese Maßnahmen früher oder später zum Zankapfel werden, denn für die Stadtbahn müssten sie kostspielig zurückgebaut werden.“

Im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus hat die rot-grüne Regierungskoalition auf diese Problematik hingewiesen und die Fachbehörde aufgefordert, bei der Umsetzung des Busbeschleunigungsprogramms sicherzustellen, dass eine Realisierung der Stadtbahn weiterhin möglich bleibt. Dazu gehört auch, dass keine Maßnahmen getroffen werden, deren Rückbau später unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen würde. Das Thema wird voraussichtlich auch Gegenstand der Bezirksversammlung am Donnerstag, den 19. September, sein. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Bürgersaal Wandsbek (Am alten Posthaus 4).

Zum Hintergrund: Vor dem Regierungswechsel im Hamburger Rathaus im Februar 2011 galt der Bau der Stadtbahn als beschlossene Sache. Im Oktober 2010 wurde das Planfeststellungsverfahren für den ersten Teilabschnitt zwischen Bramfelder Dorfplatz und U-Bahnhof Kellinghusenstraße eingeleitet. Die öffentliche Auslegung der Pläne erfolgte im November 2010. Der erste Stadtbahnabschnitt hätte – bei optimalem Planungsverlauf – im Jahr 2014 eingeweiht werden können. Beschlossen wurde das Stadtbahnnetz, das nach seiner endgültigen Fertigstellung eine Länge von 50 Kilometern haben sollte, auf der Grundlage eines qualifizierten Verkehrsgutachtens. Darin wurde klar aufgezeigt, dass die Stadtbahn einem Bussystem in Fragen der Fahrgastkapazitäten, der Energieeffizienz und nicht zuletzt auch der Barrierefreiheit bei weitem überlegen wäre. Darüber hinaus könnten auch verkehrstechnisch benachteiligte Stadtteile an den schienengebundenen ÖPNV angebunden werden. Aus GRÜNER Sicht kommt eine wachsende Metropole langfristig nicht umhin, in dieses dritte Verkehrssystem zu investieren. Die Bezirksversammlung Wandsbek hat sich klar für die Einführung der Stadtbahn ausgesprochen und es sich zur Aufgabe gemacht, die Flächen dafür freizuhalten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde 2011 auch im rot-grünen Koalitionsvertrag festgehalten.

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