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Heiße Temperaturen beeinflussen Vogelzug 

Am 6. und 7. Oktober zum „EuroBirdwatch“ den Blick in den Himmel richten / NABU Hamburg bietet Führungen an Das „EuroBirdWatch“-Wochenende am 6. und 7. Oktober gibt den Startschuss für zahlreiche Veranstaltungen rund um die Faszination Vogelzug. Das Zugvogelverhalten verläuft allerdings in diesem Jahr durch den heftigen trockenen Sommer anders als sonst und birgt einige Überraschungen. „Beobachtungen am Birdwatch-Wochenende helfen dabei, Veränderungen von Zugzeiten festzustellen und Wettereinflüsse auf die Natur besser zu verstehen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Viele Arten haben schon früher ihre Brutplätze verlassen, beispielsweise der Weißstorch oder viele Watvögel. Kraniche und nordische Gänse lassen sich an ihren Rast- und Sammelplätzen aber immer noch beobachten. Innerhalb von wenigen Wochen haben sich die Kranichrastbestände an der Ostseeboddenküste rund um das NABU-Kranichzentrum Groß Mohrdorf auf über 32.700 erhöht.

In Hamburg bietet der NABU am Birdwatch-Wochenende zwei Führungen an: Samstag, 6.10., 9 Uhr20. European Birdwatch im Duvenstedter BrookVogelkundliche Führung mit Krzysztof Wesolowski (NABU Hamburg).Anmeldung bis 5.10.2018 unter Tel. (040) 69 70 89-0.Treff: BrookHus, Duvenstedter Triftweg 140.Kosten: 6€, 50% Ermäßigung für NABU-Mitglieder.Bitte Fernglas mitbringen. Sonntag, 7.10., 10:10 UhrGefiederte Wintergäste und Durchzügler am Öjendorfer SeeFührung des NABU Öjendorf.Treff: NABU-Hütte, Nordseite Öjendorfer See, Parkplatz Bruhnrögenredder (10 Minuten Fußweg vom HVV-Busstopp 263 Gleiwitzer Bogen). Die Führung ist kostenlos. Bitte Ferngläser mitbringen, aber keine Hunde.

Weitere Führungen zum Vogelzug in und um Hamburg finden Sie unter www.NABU-Hamburg.de/vogelzug Zugvögeln ist der Klimawandel besonders dicht auf den „Schwingen“, denn sie sind auf intakte Verhältnisse gleich an mehreren Orten der Welt angewiesen: an ihren Brutplätzen, in ihrem Überwinterungsgebiet und an den Rastplätzen entlang der Zugrouten. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass der derzeitig auf der ganzen Welt wirksame Klimawandel verschiedene Veränderungen in für die Vogelwelt mit sich bringt. „Viele Zugvögel kehren im Frühjahr etwa drei Wochen früher aus ihren Winterquartieren zurück als vor 40 Jahren, manche ändern ihre Abzugszeiten im Herbst und immer mehr unserer Rotmi-lane oder Graugänse fliegen gar nicht mehr bis in den Mittelmeerraum oder an die Atlantikküste“, so NABU-Vogelschutzexperte Eric Neuling. Bekannt für ihre spektakulären Flugformationen sind Starenschwärme. Der Star, vom NABU gewählter „Vogel des Jahres“ 2018, gehört zu den Zugvögeln, die sich jetzt gut beobachten lassen. „Viele Stare haben aufgrund der diesjähri-gen Dürre im Osten und Norden keine zweite Brut aufgezogen. Ob das auch die dänischen oder osteuropäischen Stare betrifft, ist noch unklar. Die riesigen Schwärme an der Nord- und Ostsee von 100.000 und mehr Staren blieben in diesem Jahr jedenfalls bisweilen aus“, sagt Neuling. Dafür scheinen die vollen Weinreben in diesem Jahr viele Stare in die Winzergebiete von Rheinland-Pfalz gelockt zu haben. In Deutschland wurde der größte Trupp des Septembers bis-her mit rund 80.000 Vögeln Anfang September bei Offstein in Rheinland-Pfalz gemeldet. Jedes Jahr verlassen über 200 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutsch-land, um in Südeuropa oder Afrika zu überwintern. Hinzu kommen 300 Milli-onen Zugvögel, die auf ihrem Weg durch Deutschland fliegen oder schon hier ihr Winterquartier erreicht haben. Bis Mitte Oktober bieten NABU-Gruppen Exkursionen und geführte Beobach-tungen an, um den Vogelzug erlebbar zu machen. Beispielsweise liegt die NABU-Storchenschmiede Linum an einem der spektakulärsten Kranichrastplätze in Deutschland. Jährlich finden sich dort über hunderttausend von Tieren ein, um auf ihren Weg nach Südeuropa zu rasten. Foto: NABU

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