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Erfreuliches Kranichjahr in Hamburg

Der NABU Hamburg hat jetzt eine positive Bilanz des diesjährigen Kranichjahres in Hamburg gezogen. Mindestens 17 Paare bezogen ihre Reviere in der Hansestadt, allein 15 davon im Duvenstedter Brook. Je ein Brutpaar wurde in den Naturschutzgebieten Schnaakenmoor und Moorgürtel beobachtet. Während es im Schnaakenmoor zweimal Nachwuchs gab, blieb der Bruterfolg im Moorgürtel leider aus. Im Duvenstedter Brook geht der NABU Hamburg von mindestens elf Jungkranichen aus. Hier haben die Naturschützer drei brütende Paare mit je zwei Jungvögeln sowie fünf Paare mit je einem Jungvogel gesichtet. Damit reiht sich Ham-burg in einen erfreulichen Trend ein: Dank intensiver Naturschutzbemühungen konnte sich der Kranichbestand in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gut erholen. Brüteten im Jahr 1960 noch weniger als 1.000 und 1991 nur knapp 1.500 Kranichpaare in der Bundesrepublik, so waren es 2012 bereits etwa 8.000 Paare.

Das diesjährige Ergebnis im Duvenstedter Brook gehört nach dem Vorjahr (13 Jungvögel) und 2006 (12 Jungvögel) zu den erfolgreichsten Jahren überhaupt, seit sich vor mittlerweile mehr als 30 Jahren wieder Kraniche in Hamburg ansiedelten. Leider wurden nicht alle flügge. Mindestens drei Verluste gab es dieses Jahr zu beklagen. Ursache hierfür waren vermutlich die anhaltenden Regenfälle, die auch in Hamburgs Norden für Rekordwasserstände im Mai und Juni sorgten. Dabei war gar nicht abzusehen, ob die hiesigen Kraniche nach dem späten Wintereinbruch mit geschlossener Schnee- und Eisdecke bis in den April überhaupt noch zur Brut schreiten. „In den Vorjahren begannen die frühesten Bruten oft schon um den 15. bis 20. März. Dieses Jahr lagen erst um den 12. April Hinweise auf Bruten im Brook vor. So spät begann die Brutsaison in den letzten 15 Jahren noch nie“, berichtet Jens-Peter Stödter vom Arbeitskreis Walddörfer im NABU Hamburg. Gerade vor diesem Hintergrund sieht er das diesjährige Ergebnis als großen Erfolg.

Anders als an der Ostsee, wo in den kommenden Wochen die besten Chancen auf Kranich-beobachtungen bestehen, werden im Brook die Sichtungen nun allmählich rarer. „Seitdem der Nachwuchs fliegen kann, gehen die Kranichfamilien meist in der weiteren Umgebung auf Nahrungssuche“, erklärt Stödter. „Das bedeutet, dass seit etwa Mitte Juli / Anfang August die Kraniche allenfalls noch abends zum Schlafen in die Sumpfgebiete des Brooks einfliegen.“ Mit besonderer Spannung erwarten der Kranichschützer und seine Kollegen vom NABU die kommenden Wintermonate. Sollten diese weitgehend schnee- und eisfrei bleiben, werden sicher wieder einige Kranichpaare im Gebiet verharren. Doch sobald der Frost die Oberhand erlangt, werden auch diese in wärmere Gefilde ausweichen.

Aktuelle Informationen zu den Kranichen vom Brook sind im Naturschutz-Informationshaus am Duvenstedter Brook, Duvenstedter Triftweg 140 (Öffnungszeiten im Okt.: Di-Fr 14-17, Sa 12-18, So 10-18 Uhr, Nov.: Sa 12-16, So 10-16 Uhr) oder direkt beim NABU Arbeitskreis Walddörfer erhältlich. Dieser trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat um 19 Uhr „Op’n Böhn“ der Volksdorfer Schulkate (Eulenkrug), Im Alten Dorfe 60 in Hamburg-Volksdorf. Mehr Infos unter: NABU-Hamburg.de/Walddoerfer.

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