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Derzeitiger Wohnungsbau ohne Kompensationsmaßnahmen gefährdet die Umwelt – CDU fordert Gegenmaßnahmen

20160605_161618Die Einwohnerzahl der Stadtteile Bramfeld und Steilshoop wächst, die Gefahren für Umwelt und somit für Bevölkerung wachsen mit! Die CDU fordert, dass das Bezirksamt Wandsbek noch aktiver als bisher den innerstädtischen Klimawandel berücksichtigt und hierfür widerstandsfähige Strukturen schafft.

Einwohnerzahl: Auf Anfrage des CDU-Bezirksabgeordneten Sandro Kappe teilt das Bezirksamt Wandsbek mit, dass das Quartier Appelhoff 3.793 (2010: 3.806), Neu-Steilshoop 15.493 (2010: 15.478) und Bramfeld-Süd 32.603 (2010: 32.206) Einwohner aufweisen. Insgesamt wohnen 51.889 (2010: 51.490) Einwohner in diesen Quartieren.

Deutliche Steigerung vorherzusehen: Durch die geplanten Bauvorhaben Bramfelder Chaussee, Fabricusstraße, Steilshooper Campus, Bramfelder Dorfgraben, Bramfelder Dorfplatz, Georg-Raloff-Ring und Olewischtwiet wird die Einwohnerzahl der Stadtteile Bramfeld und Steilshoop deutlich steigen..

Gefahren für die Bevölkerung: Die anstehenden Bauprojekte müssen mit entsprechenden Maßnahmen abgefedert werden. Ansonsten nehmen Starkregenereignisse und Trockenperioden zu. Hitzewellen, wie etwa im Sommer 2003, bringen enorme gesundheitliche Belastungen mit sich. Durch die fehlende Kühlung in verdichteten Quartieren steigen vor allem die nächtlichen Temperaturen an. Die gesundheitlichen Folgen – den Hitzestress – spüren alte oder kranke Menschen und Kleinkinder am stärksten. Von der Ausbildung städtischer Hitzeinseln bei längeren sommerlichen Hitzeperioden ist besonders Hamburg betroffen. Starkniederschläge verursachen zunehmend immense Schäden an Infrastruktur und Gebäuden und bringen Menschen in Gefahr. Beispielsweise fielen am Flughafen Hamburg innerhalb von einer Stunde 19,4 Liter Regen pro Quadratmeter.

 

Fehlende Gegenmaßnahmen des Bezirksamtes Wandsbek: Das Bezirksamt Wandsbek hat keinerlei Gegenmaßnahmen vorgesehen. Eine Kompensierung von Flächen, die verstetigt worden sind, beispielsweise durch das Nachpflanzen von Bäumen, erfolgt bisher nicht. Das vorhandene Grün wird für die Baumaßnahmen geopfert.

Versiegelung sollte Ausnahme bleiben: Auch wenn weitere Wohnungen benötigt werden, müssen wir darauf achten, dass die wenigen vorhandenen Grünflächen erhalten bleiben. Es können nicht alle Grünflächen versiegelt werden. Bramfeld und Steilshoop brauchen ihre grüne Lunge! Die geplante Versiegelung des Bramfelder Dorfgraben und der Wiese im Georg-Raloff-Ring sollten die absolute Ausnahme bleiben.

Bevölkerungsdichte: Bramfeld weist 5.033 und Steilshoop 7.709 Einwohner pro Quadratmeter auf. In Gesamt-Hamburg liegt der Durchschnitt bei lediglich 2.331 Einwohner pro Quadratmeter. Es muss das Ziel der Politik sein, möglichst keine weiteren Grünflächen zu opfern.

Lösungen: Mit Hilfe der Erkenntnisse und Ausarbeitung des Umweltministeriums von NRW, können konkrete Maßnahmen ausgearbeitet werden, welche die Gefahr für die Umwelt und somit für die Bevölkerung minimieren.

Der Bezirk Wandsbek muss sich noch aktiver den Herausforderungen der innerstädtischen Klimaveränderungen anpassen und hierfür widerstandsfähige Strukturen schaffen.

Urbanes Grün leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag: Es kühlt durch Verdunstungskälte und Beschattung, sorgt für Temperaturausgleich und Luftaustausch, mindert Düseneffekte bei Starkwinden, hält Regenwasser zurück und bietet Retentionsraum bei Starkregen. Durch Regenwasserrückhaltung lassen sich die Kanalisation und Vorflut entlasten und erhebliche Investitionen in Kanalnetze einsparen. Vernetzte Freiraumsysteme mit kurzen, attraktiven Wegen fördern die emissionsfreie Mobilität. Erholungsangebote in der Nähe der Wohnung und die urbane Landwirtschaft verringern den Kfz-Verkehr und die Treibhausgasemissionen. Aus diesen Gründen ist die strategische Erweiterung und Vernetzung des städtischen Grüns ein Schwerpunktthema der integrierten Stadtentwicklung.

Erforderliches Personal beim Bezirksamt: Der Senat fordert die Bezirke auf, das anspruchsvolle Wohnungsbauprogramm umzusetzen. Die dafür erforderlichen No-Regret-Maßnahmen werden aber durch die Stellenkürzungen im Bezirk konterkariert. Um die Gesundheit der Bevölkerung durch die negativen Auswirkungen von Baumaßnahmen nicht zu gefährden, ist das Personal im Bezirksamt für die Erstellung und Überwachung von erforderlichen Konzepten zur Weiterentwicklung und Sicherung der vorhandenen Grünflächen sowie deren Pflege erforderlich. Beispielsweise steigt durch die Übernutzung, die Verringerung der Flächen und der gestiegenen Einwohnerzahl der Pflegeaufwand für öffentliche Freiräume.

Sandro Kappe: „Mit dem Antrag fordere ich den Bezirksamtsleiter Herrn Ritzenhoff auf, mehr Personal für Kompensationsmaßnahmen des Verstetigungsprojektes des Hamburger Senats einzuwerben. Wer mehr Wohnungen bauen möchte und Grünflächen verstetigt, muss auch Kompensationsmaßnahmen vorsehen. Andernfalls wird mit der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger gespielt. Die CDU hat mit Hilfe eines wissenschaftlichen Konzeptes des Umweltministeriums NRW klare Maßnahmen aufgezeigt, die nur noch vom Leiter umzusetzen sind. Wir gehen davon aus, dass der Koalitionspartner Die Grünen unseren Antrag teilen wird.

Sollte der Senat die Personalaufstockung verhindern, fordere ich die Bezirksversammlung Wandsbek auf, keine weiteren Bauvorhaben des Senats zu unterstützen. Wer mehr Wohnung bestellt, muss dafür auch Kompensation zur Verfügung stellen.“

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