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ADHS bei Frauen – das verschleierte Leiden

Auch Mädchen leiden unter ADHS. Aber häufig ganz anders als Jungen. Was in der Kinder- und Jugendzeit nicht bemerkt wird, kann im Erwachsenenalter zu erheblichen seelischen Problemen führen. Frauen mit ADHS haben vielfach eine noch längere Leidensgeschichte hinter sich als Männer. Denn die Symptome ihrer Krankheit verstecken sich. Gut zu wissen, dass die Erkrankung – einmal richtig erkannt – dank einer medikamentösen Therapie häufig auch im Erwachsenenalter gut behandelbar ist.

ADHS bei Mädchen ist anders: Sie sind gutmütig, still, problemlos, in sich gekehrt, sie funktionieren gut. Doch kaum aus dem Elternhaus heraus, beginnen die Probleme. Sie brechen mehrere Ausbildungen ab, halten es in keinem Job lange aus, machen Bekanntschaft mit Drogen oder Alkohol und können weder ihr Leben, noch ihre Wohnung in Ordnung halten. Sie spüren ihre Probleme, nehmen sie als persönliches Versagen wahr, geraten darüber in Panik, in Depressionen und entwickeln schließlich Ängste vor dem Leben an sich. Wenn sie überhaupt zum Arzt gehen, werden sie wegen Depressionen behandelt, wegen Drogenabhängigkeit, sie gelten als bipolar, als Borderliner, als narzisstisch oder als angstgestört. Bei näherem Hinsehen liegt vielen Krankheitsbildern aber eine nicht erkannte ADHS im Erwachsenenalter zu Grunde, die durch eine medikamentöse Therapie, z.B. mit Methylphenidat, sowie eine begleitende Psychotherapie gut in den Griff zu bekommen wäre.

Sich organisieren? Wie denn?
Die Probleme treten erst spät zu Tage, weil mit den Jahren die Anforderungen steigen. Meist beginnen die Schwierigkeiten mit der ersten Wohnung und steigern sich dann. Unter ADHS leidenden, häufig sehr chaotischen Frauen fällt es schon schwer, nur sich selbst zu organisieren, wie viel mehr dann Familie, Beruf, Haushalt, Kindererziehung, Hund, Katze, Maus und Mann? ADHS zügig zu diagnostizieren, ist entscheidend, denn ADHS lässt sich durch eine Behandlung mit Methylphenidat (MPH) vielfach erfolgversprechend therapieren. Schlägt eine solche MPH-Therapie an, gehen auch die Begleiterkrankungen vielfach zurück. Zudem kann auf bisherige antidepressive Mittel häufig verzichtet werden oder sie werden schwächer dosiert. Einer der großen Vorteile einer korrekt dosierten MPH-Behandlung ist ihre weitgehende Nebenwirkungsfreiheit. Konkret bedeutet dies: Die Patientinnen können ihr Leben strukturierter und mit einer besseren Stressresistenz führen und erleben es häufig „als hätte jemand einen Vorhang beiseite gezogen“. (Anzeige)

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